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Landesbezirksfachbereichskonferenz FB 3 Bayern am 12.11. und 13.11.2018 in Brannenburg ver.di Landesbezirksfachbereichskonferenz FB 3 Bayern am 12.11. und 13.11.2018 in Brannenburg

Auf ihrer zweitägigen Konferenz in Brannenburg zogen über 100 Gewerkschafter*innen aus Krankenhäusern, Altenheimen, Behindertenwerkstätten, Rettungswachen, Kindertagesstätten sowie anderer Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens in Bayern Bilanz über die letzten vier Jahre ihrer Arbeit, bestimmten ihre Arbeitsschwerpunkte und wählten einen neuen Vorstand. Als neuer Vorsitzender des mit über 43.000 Mitgliedern größten Fachbereiches in ver.di Bayern wurde Volker Schmidt gewählt. Branchenpolitisch wird in den nächsten vier Jahren der Altenpflege ein besonderes Gewicht zukommen. Als gesamtgesellschaftliche Herausforderungen wurde dem Rechtspopulismus der Kampf angesagt.

Achim Bonatz, langjähriger Vorsitzender des Fachbereiches Gesundheit und Soziales in ver.di-Bayern, erinnerte an zentrale Arbeitsfelder der letzten vier Jahre: „Wir starteten mit der bislang größten Streikbewegung im Sozial- und Erziehungsdienst, etablierten eine neue Entgeltordnung für den öffentlichen Dienst und übertrugen sie auf andere Tarifbereiche, blicken auf die bislang erfolgreichste Tarifrunde im öffentlichen Dienst seit ver.di-Gründung zurück, haben unzählige Haustarifverhandlungen absolviert und im Bündnis gegen den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern etwa 110.000 Unterschriften für ein Volksbegehren gegen den Pflegenotstand gesammelt. Mit außerordentlicher Energie haben wir eine Bewegung für Entlastung und mehr Pflegepersonal entfacht. Gesetzesänderungen, einschlägige Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen zur Verbesserung der Situation konnten wir durchsetzen – wir bleiben dran: für eine gesetzliche am Bedarf orientierte Personal-bemessung."

Nachdem Bonatz nicht mehr für den Vorstand antrat, wählte die Konferenz Volker Schmidt (Rosenheim) einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Der neu gewählte Vorstand besteht aus 33 Mitgliedern. Als Mitglieder des Präsidiums wurden neben Volker Schmidt drei weitere Gewerkschafter bestimmt: Beate Heinert (Mittelfranken), Peggy Schade (München) und Felix Holland (Oberfranken-West). „Die solidarische Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamt hat uns diese außerordentliche Erfolgsbilanz gewerkschaftlicher Arbeit ermöglicht", bedankte sich Robert Hinke, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Soziales in ver.di Bayern.

Die Konferenz befasste sich auch ausführlich mit dem Thema Rechtspopulismus. „Wir haben im Kampf gegen Rechts schon immer eine besondere Rolle gespielt. Mit Appellen und pädagogischen Ansätzen der Wissens- und Wertevermittlung allein werden wir den autoritären Rechtspopulismus nicht bekämpfen können. Aufklärung ist das eine, konsequente solidarische Interessenpolitik das Andere. Wir müssen in Gesellschaft und Betrieb noch deutlicher wahrnehmbar sein", erklärte Volker Schmidt.

Branchenpolitisch wird sich der Fachbereich im besonderen Maße der Altenpflege zuwenden. „Es gilt, die Beschäftigten der Altenpflege verstärkt für eine Verbesserung ihrer Einkommens- und Arbeitsbedingungen zu gewinnen. Die Altenpfleger müssen ihre Interessen gemeinsam mit uns durchsetzen, zum Wohle der Beschäftigten und der zu betreuenden Bewohner", betonte Schmidt.