Seminare und Veranstaltungen

Demo und Unterschirftenübergabe Appelle Entlastung

Bewegung Entlastung / Krankenhäuser
17.06.2017, 11:00 – 15:00Grüner Markt, 96047 Bamberg

Demo und Unterschirftenübergabe Appelle Entlastung

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2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen 3 ver.di 2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen 3
2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen 23 ver.di 2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen Erhard Reinfrank und Achim Bonatz

Um die 300 Teilnehmenden aus dem Bereich Kranken- und Altenpflege haben den zur Bundeskonferenz tagenden GesundheitsministerInnen am 21.06.2017 in Bremen lautstark deutlich gemacht: So kann es mit den chronisch an Personal unterversorgten Pflegeeinrichtungen nicht mehr weiter gehen! Unter den Teilnehmenden waren auch unsere bayerischen Kollegen Achim Bonatz (Fachbereichsvorsitzender) und Erhard Reinfrank (Sprecher der Fachkommission Krankenhäuser) die die 57548 unterschriebenen bayerischen Appelle den Gesundheitsministern übergeben haben.

Zusammenstehen - Kundgebung Bamberg 17.06.2017 ver.di Zusammenstehen - Kundgebung Bamberg 17.06.2017

 

Unterschriften Appelle - Stand 20.07.2017
  Region Unterschriften
  Niederbayern 6380
  Oberpfalz 11389
  Mittelfranken 6823
  Franken 14716
  Schwaben 8826
  Oberbayern 11591
  Erstunterzeichner 251
 

Gesamt

59976

wir wollen:

  • Ein Sofortprogramm für 20.000 Vollzeitstellen
  • keine Nacht allein
  • mehr Zeit für Ausbildung
  • endlich Konsequenzen, wenn Vorgaben nicht erfüllt werden
  • und noch viel mehr

Die dezentralen Demonstrationen fanden am:

  • 16.06.2017 in Günzburg
  • 17.06.2017 in Ingolstadt
  • 17.06.2017 in Fürth
  • 17.06.2017 in Regensburg
  • 17.06.2017 in Bamberg

statt.
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Presseberichterstattung über unseren Aktionen:

http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/personalnot-pflegekraefte-protestieren-21179-art1531256.html  

http://www.idowa.de/inhalt.regensburg-pflege-macht-pflegekraefte-krank.de12685d-4caa-472e-b34d-383ab764c223.html

https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/demonstration-fuer-mehr-personal-und-entlastung-in-krankenhaeusern/bn 

http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Zitrone-ist-ausgepresst-Unterschriften-fuer-mehr-Klinikpersonal-id41753401.html

http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/verdi-krankenhaus-guenzburg-nuesslein-unterschriften-100.html

https://www.tvo.de/mediathek/video/bamberg-demonstration-fuer-mehr-pflegepersonal/

http://www.br.de/nachrichten/verdi-personal-krankenhaeuser-100.html

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Deutschland spart am Krankenhauspersonal und gehört im internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern in wichtigen Kennzahlen: Während auf 1.000 Patienten (Fälle) in Dänemark 124, in der Schweiz 108 oder Österreich immerhin noch 60 Beschäftigte kommen, sind es in deutschen Kliniken nur 47 Kolleginnen und Kollegen. Im Bereich der Pflege werden unter den OECD-Ländern nur in Israel und Ungarn weniger Fachkräfte pro Patient eingesetzt. Das dies nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand. Die prekäre Personalsituation in den Krankenhäusern gefährdet Patienten und macht chronisch überlastete Beschäftigte selber krank.

Die Situation in der Krankenpflege: Trotz Dreischichtsystem und körperlich sowie psychisch belastender Arbeitsbedingungen springen Pflegekräfte laufend aus ihrer Freizeit ein, damit die Patientenversorgung gewährleistet bleibt. Auszubildende leiten sich wechselseitig an, da die Kolleginnen keine Zeit hierfür haben. Berge an Überstunden werden gefahren, damit Personalmangel kompensiert wird. Man geht krank zur Arbeit, da man es seine Kollegen nicht antun will, die eigene Arbeit auch noch mitzuleisten. Das Funktionieren des Gesundheitswesens wird heute im Grunde nur noch über die Ausbeutung des Berufsethos und die Solidarität der Kollegen gewährleistet.

Wir fordern eine verbindliche, bundeseinheitliche gesetzliche Personalbemessung! Es darf nicht wirtschaftlichen Kalkülen überlassen bleiben, wieviel Personal eingesetzt wird. Die Politik hat nicht zuletzt aufgrund unserer Öffentlichkeitsarbeit, euren Drucks und gewerkschaftlichen Engagements reagiert. Hierzu gehörten allgemeine Finanzspritzen für die Krankenhäuser, zwei Pflegeförderprogramme sowie die von der Bundesregierung beschlossene Absicht, ab 2019 Untergrenzen der Personalausstattung in sogenannten pflegesensitiven Bereichen einzuführen. Letzteres bedeutet einen Paradigmenwechesl: Es soll nicht mehr dem Markt überlassen bleiben, was als personelles Minimum der Patientenversorgung gilt.

Aber zentrale Fragen bleiben offen?

  • Was heißt Pflegesensitiv wirklich!
  • Die Konkretisierung der personellen Mindeststandards steht aus!
  • Standards ohne wirksame Kontrollen und Sanktionen sind nichts wert.
  • Die Frage der Refinanzierung bleibt bislang unbeantwortet.
  • Übergangs- und Ausnahmeregelungen sind zu erwarten.
  • Die Umsetzung wird auf sich warten lassen.

Wir dürfen nicht locker lassen - uns nicht vertrösten lassen!

  • Wir müssen dran bleiben,
  • weil Gesundheit keine Ware ist,
  • Krankenhäuser keine Fabriken
  • und wir keine Zahnräder sind!

Das Umdenken in der Politik hat begonnen, die Arbeitgeber stehen unter Druck. Wir werden keine Ruhe geben, bis in den Krankenhäusern hinreichend Personal eingesetzt wird.  Wir haben in den letzten zwei Monaten über 56.000 Unterschriften in Bayern für „mehr Krankenhauspersonal“ gesammelt. Wo Politik und Arbeitgeber sich ihrer Verantwortung entziehen, werden wir mit tariflichen Mitteln Verbesserungen erstreiten. Wir reichen allen die Hand, die gemeinsam mit uns für mehr Personal im Krankenhaus Sorge tragen.

Die komplette Bamberger Rede unseres Landesfachbereichsleiters Robert Hinke kann downgeloadet werden.

Zusammenstehen - Kundgebung Fürth 17.06.2017 ver.di Zusammenstehen - Kundgebung Fürth 17.06.2017
Zusammenstehen - Kundgebung Bamberg 17.06.2017 2 ver.di Zusammenstehen - Kundgebung Bamberg 17.06.2017 2
Ministerin Huml ver.di Ministerin Huml
Kundgebung 16.06.2017 in Günzburg ver.di Kundgebung 16.06.2017 in Günzburg
Demo Ingolstadt 17.06.2017 ver.di Demo Ingolstadt 17.06.2017
Demo Regensburg Krankenhaus Bild 2 ver.di Regensburg 2
2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen ver.di 2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen
2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen 9 ver.di 2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen 9
2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen11 ver.di 2017-06-21 Unterschriftenübergabe Gesundheitsministerkonferenz am 21.06.2017 in Bremen11