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ver.di setzt für Bayerns Krankenhäuser Maßstäbe

Bewegung Entlastung / Krankenhäuser

ver.di setzt für Bayerns Krankenhäuser Maßstäbe

16.11.2018
181115_PM ver.di setzt für Bayerns Krankenhäuser Maßstäbe ver.di 181115_PM ver.di setzt für Bayerns Krankenhäuser Maßstäbe

Einen Tag vor Ablauf der Einigungsfrist stimmen die verantwortlichen Ministerien für Finanzen und Bildung dem zwischen den Tarifparteien verhandelten Kompromiss zu. „Wir haben Maßstäbe für Bayerns Krankenhäuser gesetzt. Entlastung des Personals, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine bessere Patientenversorgung sind möglich!", erklärte Robert Hinke, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Soziales bei ver.di Bayern: „Wir streben weiterhin ein bundesweites Gesetz zur bedarfsgerechten Personalbemessung in den Krankenhäusern an. Solange die Politik dieser Anforderung nicht gerecht wird, nutzen wir die uns gegebenen Möglichkeiten auf betrieblicher und tariflicher Ebene – oder auch im Rahmen eines Volksbegehrens."

Hintergrund der Einbeziehung der Ministerien ist die Umwandlung des Klinikums Augsburg zu einer Universitätsklinik. „Wir sind froh", so Stefan Jagel, ver.di-Sekretär vor Ort, „dass die Ministerien grünes Licht gegeben haben". Die Gewerkschafter erklärten sich streikbereit. Dem Verhandlungsergebnis hatten im Rahmen einer zweiten Urabstimmung 98 Prozent der befragten ver.di-Mitglieder zugestimmt. „Allen musste bewusst sein", so Jagel, „dass wir für unsere Forderung nach Entlastung des Personals kurz vor einem unbefristeten Streik standen".

Constanze Mach, Vorsitzende des ver.di-Fachbereiches Gesundheit und Soziales im ver.di Bezirk Augsburg, selbst Pflegekraft am Klinikum, freute sich über den Erfolg: „Das ist ein großer Schritt in Richtung Entlastung des Personals, den unsere überaus engagierten Kolleginnen und Kollegen durchgesetzt haben". Sie bat aber auch um Geduld, da der vereinbarte Weg zu einer Personalbemessung erst in 18 Monaten durchschritten sein wird. „Da steht uns noch einiges an Arbeit bevor, das Ziel ist aber nunmehr in eine greifbare Nähe gerückt", erklärte die Gewerkschafterin.

Die Vorsitzende des Personalrates, Eva-Maria Nieberle, ist zufrieden: „Gute Arbeitsbedingungen führen dazu, dass die Bewerberzahlen steigen und die Fluktuation sinkt." Im Sinne des Kampagnenmottos „Mehr von uns ist besser für alle" erwartet sie eine größere Zufriedenheit des Personals und eine qualitative Verbesserung der regionalen Patientenversorgung.

„Unsere Bewegung für Entlastung an den Krankenhäusern trägt Früchte", betont Hinke: „Der Gesetzgeber hat mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz erste wichtige positive Maßnahmen eingeleitet, einige Verträge zwischen den Tarifparteien wurden geschlossen und unzählige Betriebsvereinbarungen auf den Weg gebracht". Der Gewerkschafter ist sich sicher, dass sich der Gesetzgeber dem dauerhaften Druck für eine gesetzliche Personalbemessung nicht entziehen kann.

Diese und weitere Informationen sowie Eckpunkte der Vereinbarung finden Sie in der Pressemitteilung, die zum Download bereit steht.