Bewegung für Entlastung

Zukunftswerkstatt Krankenhaus am 20.03.2017 in Beilngries

Bewegung Entlastung / Krankenhäuser

Zukunftswerkstatt Krankenhaus am 20.03.2017 in Beilngries

Zukunftswerkstatt Beilngries 20.03.2017 ver.di Zukunftswerkstatt Beilngries 20.03.2017
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Zukunftswerkstatt Entlastung 20.03.2017 in Beilngries ver.di Zukunftswerkstatt Entlastung 20.03.2017 in Beilngries

Am 20.03.2017 kamen trägerübergreifend 38 aktive ver.di-KollegInnen aus bayerischen Krankenhäusern zur Zukunftswerkstatt Entlastung in Beilngries zusammen.

Zu Beginn wurden die Teilnehmer über den aktuellen Stand der bayern- und bundesweiten Aktionen informiert:

Bis Ende des Jahres lief unsere Umfrage zur Tarifbewegung Entlastung. Die Ergebnisse zeigen ein erschreckendes Bild der Arbeitssituation in den Krankenhäusern. Es muss endlich wirksam gegengesteuert werden und die Arbeit in den Krankenhäusern darf nicht länger zu Lasten der Gesundheit der Beschäftigten und der PatientInnen gehen. Gleichzeitig zeigt sich, die Beschäftigten haben noch nicht aufgegeben, sie wollen für ihre Arbeit und die PatientInnen, für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Die Beteiligung war überwältigend hoch und wir liegen mit den drei Themenschwerpunkten genau richtig.

  • Viele Kolleginnen und Kollegen beklagen die unverlässlichen Arbeitszeiten mit der keine Planung des Privat- und Familienlebens mehr möglich ist. 
  • Pausen? – Fehlanzeige, die stehen im Dienstplan, aber eine tatsächliche Erholung innerhalb der Arbeitszeit in der Form der gesetzlich vorgeschriebenen Pause sind häufig nicht möglich und wenn sie mal genommen werden können, nicht erholsam.
  • Dienstpläne sind ein hohes Gut und müssen verbindlich sein, damit Privat- und Familienleben planbar ist. Egal ob für Kinobesuch oder Arzttermin. Ein wirksames Mittel zur Entlastung ist auch eine erholsame und verbindliche Freizeit. Zugleich wird die Belastung durch Bereitschaftsdienste und zunehmend häufigere Einsätze währenddessen, noch weiter verschärft. Ständiges Holen aus dem Frei und weitere Belastungen zerren zusätzlich an der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen. Ohne das es wirksame Mechanismen gibt, die Mehrbelastung auszugleichen.

Im Saarland gab es am Internationalen Frauentag (8. März) eine Demo mit über 4.500 Kolleginnen und Kollegen, an der selbst die Gesundheitsministerin sich mit den Krankenhausbeschäftigten solidarisiert und für eine wirksame Entlastung ausgesprochen hat. Aufgrund der Aktionen und des Zusammenhalts der Kolleginnen und Kollegen gibt es seit neuestem einen Schulterschluss zwischen Beschäftigten, Politik und den Arbeitgebern zur Entlastung der dramatischen Arbeitssituation im Krankenhaus. Außerdem gibt es gute Nachrichten aus dem Bundesministerium für Gesundheit, die immerhin ein erste Zeichen dafür sind, das unsere Proteste wirken.

Das Bundesministerium für Gesundheit teilte seine Schlussfolgerungen aus den Beratungen der Expertenkommission „Pflegepersonal im Krankenhaus“ mit. Auch wenn es noch zahlreiche offene Fragen gibt, so beinhaltet das Abschlusspapier der ‚Pflegekommission‘ doch entscheidende und wichtige Teilerfolge. Erstmalig wird der Zusammenhang zwischen Personalausstattung und Versorgungsqualität durch die Expertenkommission und das Bundesministerium öffentlich und ausdrücklich anerkannt.

Anschließend wurden Workshops zur Pressearbeit und zur Erstellung von Filmclips angeboten. Wir freuen uns, alsbald auch betriebliche Filmclips verbreiten zu dürfen.

Am Nachmittag fanden Aktionsworkshops zu den Themen:

  • Besuch bei Freunden
  • „Weißer Block“ am 1. Mai
  • Internationaler Tag der Pflege
  • Verweigerung freiwilliger Leistungen

auf dem Plan. Hier wurde rege diskutiert und Ideen ausgetauscht und Verabredungen getroffen. Unsere Planung beinhaltet auch erste Verabredungen zur Vorbereitung von Arbeitskampfmaßnahmen. Diese können wir nachvollziehbarer Weise an dieser Stelle nicht veröffentlichen, bitte wendet euch an eure GewerkschaftssekretärInnen.

Zuletzt wurden die Ergebnisse aus den verschiedenen Aktionsworks vorgestellt und Verabredungen zur Durchführung von künftigen betrieblichen Aktionen getroffen und eine Zeitleiste zur Umsetzung erarbeitet.

 

Zeitleiste Bewegung Entlastung Bayern ver.di Zeitleiste Bewegung Entlastung Bayern

Wir müssen unbedingt den Druck erhöhen, damit unsere Forderungen Wirklichkeit werden und die Mindestpersonalbemessung den realen Bedarf folgt. Wenn wir nicht nachlassen, arbeitet das Zeitfenster bis zur Bundestagswahl für uns. Es zeigt sich, dass wir über unsere Aktionen etwas bewegen können!

Zukunftswerkstatt 20.03.2017 Beilngries ver.di Zukunftswerkstatt 20.03.2017 Beilngries