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Bayerns Klinikdirektoren und ver.di schlagen Alarm

Bewegung Entlastung / Krankenhäuser

Bayerns Klinikdirektoren und ver.di schlagen Alarm

05.02.2018
Logo ver.di - Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. ver.di Logo ver.di - Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V.

Der Verband der bayerischen Krankenhausdirektoren und die Gewerkschaft ver.di haben Ministerpräsident Horst Seehofer, Gesundheitsministerin Melanie Huml und die SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen und ihren Generalsekretär Uli Grötsch angeschrieben. Ein ungewöhnlicher Vorgang, da Arbeitgebervertreter und Gewerkschafter naturgemäß unterschiedliche Interessen vertreten und auch in verschiedenen Fragen der Gesundheitspolitik unterschiedlicher Meinung sind. Gemeinsam appellieren sie an die Verantwortlichen im Land, ihren Einfluss auf die Bundes- und Landespolitik geltend zu machen, um eine wohnortnahe und hochwertige Krankenhausversorgung in Bayern zu erhalten und dem Personalmangel zu begegnen.

Gemeinsam stellen Josef Götz, Vorsitzender der bayerischen Landesgruppe des Verbandes der Krankenhausdirektoren, als auch Robert Hinke, Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales bei ver.di Bayern, fest, dass die Krankenhäuser chronisch unterfinanziert seien und der Personalmangel in den Kliniken bereits zu Einschränkungen der Versorgungskapazitäten und ganzer Leistungsbereiche führe. Josef Götz unterstrich dies mit genaueren Zahlen für Bayern: „Im Jahr 2016 schrieben 42% der bayerischen Krankenhäuser ein Defizit. Dieser Prozentsatz wird sich 2017 noch weiter verschlechtern und ohne Kurskorrekturen gerade in ländlichen Regionen mittelfristig zu spürbaren Versorgungsengpässen führen.“ Robert Hinke betonte den Personalmangel, der seit Jahren zur dauerhafter Überlastung des Klinikpersonals führe: „Leistungsmenge und Leistungsintensität übersteigen die Grenzen des Tolerablen, Krankenstände und Überstunden erreichen vielfach Rekordniveaus, die Flucht in Teilzeit und andere Berufe ist gang und gäbe. Die sich verschärfenden Arbeitsbedingungen gefährden Personal und Patienten gleichermaßen.“ Unter den bestehenden finanziellen und personellen Bedingungen sei eine flächendeckende qualitativ hochwertige Versorgung auch in Bayern kaum mehr zu gewährleisten.

Weitere Informationen können Sie der Pressemitteilung und dem gemeinsamen Schreiben von ver.di und den Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. entnehmen.

Lokale Presseberichterstattung:

https://www.onetz.de/bayern-r/politik-by/klinikdirektoren-und-verdi-wenden-sich-gemeinsam-an-die-politik-unuebliche-allianz-d1812450.html

https://www.onetz.de/bayern-r/politik-by/wohnortnahe-krankenhausversorgung-erhalten-bayern-spd-begruesst-forderung-von-klinikdirektoren-und-verdi-d1813029.html?cp=Kurationsbox

https://www.oberpfalzecho.de/2018/02/bayerns-klinikdirektoren-und-ver-di-schlagen-alarm/