Gesundheit und Soziales Bayern

Solidarität ist unsere Stärke

Solidarität

Solidarität ist unsere Stärke

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Fremdenfeindlichkeit und rassistische Diskriminierung im Gesundheits- und Sozialwesen?

Das kann es nach dem gängigen (Selbst-)Bild in Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen, ambulanten und sozialen Diensten oder dem Rettungsdienst nicht geben!
»Gibt es bei uns nicht«, so die meist vorschnelle Antwort. Vermeintlich scheinen auch die öffentlichen, freigemeinnützigen oder kirchlichen Träger im besonderen Maße davor gefeit, Ausgrenzung, Benachteiligung und Diskriminierung zu dulden.

Rassistische Diskriminierung durchdringt sämtliche Lebensbereiche, also auch die Arbeitswelt. Sie kann von Vorgesetzten ausgehen, von diesen ignoriert oder befördert werden. Beschäftigte können KollegInnen oder anvertrauten Hilfsbedürftigen mit vorurteilsbeladenen Stereotypen begegnen. Rassismus kann aber auch von MigrantInnen ausgehen. Selbst PatientInnen, BewohnerInnen oder KlientInnen können sich rassistisch verhalten. Arbeitgeber und Betriebs-, Personalräte und Mitarbeitervertretungen sind gesetzlich verpflichtet, hier einzuschreiten – möglichst bereits präventiv tätig zu werden.

Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien betreiben ihr Geschäft, indem sie auf Kosten von Minderheiten und des gesellschaftlichen Zusammenhalts an bestehenden Vorurteilen und Vorbehalten anknüpfen und diese schüren. Respekt und Vielfalt gehören zum Wesenskern einer demokratischen Gesellschaft und dem Selbstverständnis eines modernen Gesundheits- und Sozialwesens. Schon im Kleinen des Arbeitsalltags heißt es: »Wehret den Anfängen!«.

Das Grundgesetz bestimmt die Würde des Menschen als unantastbar. In der medizinischen Ethik gelten das Wohlergehen des Menschen, das Verbot zu schaden und auf Selbstbestimmung der Patienten (Prinzip der Autonomie) als maßgebend. Diese zum Kodex sämtlicher Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen gehörenden Maximen sind mit Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung unvereinbar.

Unsere Position und Statements von Beschäftigten aus verschieden Berufsgruppen im Gesundheitswesen zum Thema Fremdfeindlichkeit und Rassismus können Sie dem Flyer entnehmen.